(Anti-) Pilz-Diät

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Hausärztliche Gemeinschaftspraxis Dr. Weyer

Hefepilze vermehren sich sehr schnell, deswegen müssen Sie die verordneten Tropfen für die Behandlung des Pilzbefalls im Mund, Rachen und- Speiseröhre mindestens 4 mal täglich anwenden und möglichst lange im Mund behalten, bevor Sie sie runterschlucken. Je länger die Kontaktzeit dieser Tropfen mit der Mundschleimhaut, desto besser und schneller ist die Wirkung. Gerade am Zahnfleisch, sogar in kariösen Zähnen sitzen häufig Hefepilze, besonders auch an Zahnprothesen. Zwischen Gaumen und Zahnprothese sind feucht/warme Schlupfwinkel die den Pilzen beste Vermehrungsbedingungen bieten. Sehr leicht entstehen dort Entzündungen. Folge: Die Prothese drückt und schmerzt. Daher desinfizieren Sie die Zahnprothesen besonders gründlich über Nacht und legen Sie es in ein Desinfektionsmittel wie z. B. Dequonal, Chinosol oder ätherische Öle wie Stringiet. Wichtig ist auch der Wechsel der Zahnbürsten, da an den Borsten die Pilze tagelang lebensfähig hängen bleiben.


Das heißt zu Beginn der Behandlung werfen Sie die alte Zahnbürste weg und nehmen eine neue, desinfizieren diese regelmäßig über Nacht mit einem der oben genannten Desinfektionsmittel und wechseln Sie sie nach ca. l Woche erneut. Verwenden Sie während einer Pilzbehandlung grundsätzlich nur kochfeste Unterwäsche, die Sie regelmäßig wechseln. Da die Pilze sich nicht nur im Mund- und Rachenraum befinden sondern auch im Darm ist es wichtig, dass Sie zusätzlich die von mir verordneten Dragees 3 mal täglich einnehmen und fast noch wichtiger, dass Sie die unten aufgeführte Diät konsequent durchziehen. Pilze sind sehr hartnäckig, aber mit ausreichender Konsequenz durchaus aus dem Darm zu vertreiben.


Vermeiden SieZucker, alle Formen, auch Traubenzucker, Honig, Konfitüren (auch Diabetiker-Konfitüren), Schokolade, Konfekt, zuckerhaltige Speisen, z. B. Kuchen, Torten, Kekse, Toast, Teigwaren in jeder Form, Hefen, Hefegebäck, Brot stark reduzieren, insbesondere weiße Mehlerzeugnisse.Süße Weine, Obst- und Traubensäfte, Limonaden, Cola, Bier, Whisky, Nüsse, rohes süßes Obst, Weintrauben, Orangen, Pfirsiche, Pflaumen und Kompott.Sie dürfen:Kartoffeln in kleinen Mengen, Knäckebrot, in mäßigem Umfang Fleisch und Wurst in jeder Form, außer paniert. Klare Brühe, Bratensaft uneingedickt. Eier roh, gekocht und gebraten, Milch abgekocht, Käse, frisch in Maßen, alle Fette einschließlich Butter.


Wurzelgemüse roh und gekocht, Salate, davon Spinat, Mangold, Sauerkraut roh und aus der Dose, auch als Salat. Zwiebeln und Knoblauch, Gartenkräuter, saures Obst wie Zitronen, Grapefruit, saure Apfel.Kaffee, Tee, Mineralwasser ohne Zucker, halbtrockene und trockene Weine, trockener Sekt. Kein Bier, auch nicht alkoholfreies.Reis in geringem Umfang, Kompott von sauren Früchten -ohne Zucker, Salz. Alle Gewürze, soweit verträglich.


WICHTIG IST, daß die Pilznester im Darm durch reichliche Zufuhr von Pflanzenfasern aus Gemüsen und grünen Salaten ausgeräumt werden. Die Pflanzenfasern können, wenn das Schlucken Beschwerden macht, gut zerkleinert werden und zwar sogar im Mixer. Süßstoff ist übrigens in beliebiger Menge erlaubt. Ein weiterer Vorteil der Anti-Pilz-Diät liegt darin, dass reichlich Vitamine und Mineralstoffe zugefügt werden.

Beispiel für eine Anti-Pilz-Diät

Morgens nüchtern
2 Eßl. klein geschnittenes Sauerkraut oder 2 Eßl. Weizenkleie in reichlich warmem Wasser


Frühstück
1 Scheibe Knäckebrot Butterkäse, Wurst nach Wahl, Joghurt aber keinen Orangensaft oder dergleichen. Diabetikerkonfitüre ist leider auch nicht erlaubt, da sie zwar weniger Zucker enthält, sich die Pilze jedoch auch von der in der Marmelade enthaltenen Fructose gerne ernähren.


2. Frühstück
Quark, Tomaten, Gurken, Rote Beete. Als Getränk verschiedene Teesorten zur Wahl, ungesüßt oder mit Süßstoff auch Kaffee, Mineralwasser, klare Brühen, Milch, Buttermilch, Dickmilch, Joghurt.


Mittagessen
Fisch- oder Fleischspeisen, auch Würstchen oder Corned Beef, Kartoffeln in kleinen Mengen, jedoch keinen (wenig) Reis, keine Nudeln, keine Makkaroni oder Spaghetti. Sehr reichlich Gemüse oder Salate, je vielseitiger desto besser, auch Dosengemüse, davon sogar etwas mehr um den Vitaminverlust durch die Konservierung auszugleichen z.B. Spargel, Mohrrüben, Schwarzwurzeln, auch Champignons, Pfifferlinge, Steinpilze, Mischpilze. Aber keine Süßspeisen, keine Weintrauben, kein Kompott. Als Getränk: trockener Wein, Mineralwasser oder Tomatensaft.


Nachmittags
Kaffee, Tee, Knäckebrot, Quark, Tomate.Abendessen: Kartoffelsalat, Tomaten, Wurzeln, Zucchini, Gurken, Rote Beete, Artischocken, Spargelsalat, Blumenkohlsalat, Auberginen, Selleriesalat oder ähnliches. Auch mal Sojakeime, Weizenkeimlinge, Bambussprossen oder Kastanien.

Indivien, Chicoree oder Eskarol.1-2 Scheiben Knäckebrot, Wurst, Käse, Fleisch oder Fisch nach Belieben.


Getränke
alles was keinen Zucker enthält. Aber keine Obstsäfte, außer verdünntem Zitronensaft, nach Geschmack mit Süßstoff gesüßt.


Wie lange muss die Diät anhalten?
Die Zeitdauer hängt vom Ausmaß der Pilzbesiedlung ab, Minimum sind 2 Wochen strengster Diät, anschließend darf es im Allgemeinen etwas abgemildert zugehen. Aber auch hier gilt, je mehr Pilze, desto länger muss die strenge Diät durchgeführt werden.


Erfreulicher Nebeneffekt

Bei Übergewichtigen werden so manche unerwünschten Polster abgebaut.

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